Kurzes Innehalten nach dem Tod Jorge Maria Bergoglios, R. I. P.
Die Zäsur an der Vatikanspitze gibt uns die willkommene Gelegenheit, relativ unabhängig von der Person des Verstorbenen die Inhalte unseres Glaubens und der Gemeinschaft, die diesen Glauben respräsentiert, zu analysieren, ohne dabei die allfällige Schuld beteiligter Personen abzuwägen, denn De Mortuis nil nisi bene (über Tote bitte nur Gutes sagen, denken und schreiben), jedenfalls war der Mensch in vielem sympathisch, aber doch kann man angesichts dieser bestimmten Person die Umstände beleuchten, die gerade mit ihr und dem ihr zugeschriebenen Amt zusammenhängen. Oder genauer gesagt: die Zustände.
Die deutlichste theologische Frage, die bleibt, wird lauten: Kann der Papst öffentlich und weitgehend unwidersprochen Häretiker sein? Gerade dies wollen wir ohne die Abwägung persönlicher Schuld bedenken. In eine Irrlehre kann man auch ohne persönliche Schuld geraten. Die Frage berührt vielmehr Folgendes: Kann derjenige, von dem …More
Das ist zumindest bedenkenswert. Geld regiert die Welt, und dann gehören die Konsequenzen natürlich samt und sonders aus dem geistlichen Leben katapultiert.
Die Frage ist bisher nicht gestellt worden: "Wer hat P. Benedikt willenlos gemacht?"
Auf jeden Fall schien Benedikt sich gegen kircheninterne Gegner nicht durchsetzen zu wollen. Also ist das, was ihn hat willenlos erscheinen lassen, der Faule Friede.
Er war nicht willenlos, sondern in freiwilliger Gefangenschaft um des Höheren Gutes willen!