Netzfund: Die Ernennung von Bischof Christian Würtz nach Eichstätt lässt sich außerordentlich schwer rechtfertigen. Es handelt sich um eine verwerfliche Ernennung durch Papst Leo.
Es handelt sich hier nicht um einen unbekannten Priester, dessen Ansichten erst kürzlich ans Licht gekommen sind. Bischof Würtz hat öffentlich zentrale Texte des Synodalen Weges zu kontroversen Fragen unterstützt, darunter Segnungszeremonien für Paare außerhalb des kirchlichen Eheverständnisses, eine stärkere Anerkennung der Geschlechtervielfalt und Reformen der katholischen Sexuallehre. Er hat sich wohlwollend mit der Bewegung „Maria 2.0“ auseinandergesetzt und die symbolische Bewerbung von Frauen an Priesterseminaren als ernstzunehmenden Ausdruck der Besorgnis gewertet, wobei er das allgemeine Kirchenrecht als Hindernis anführte.
Nichts davon war verborgen. Rom wusste genau, wen es ernannte.
Eichstätt wurde von Bischof Gregor Maria Hanke geleitet, der weithin mit Vorsicht und Widerstand gegenüber dem deutschen Synodalen Weg in Verbindung gebracht wurde. Papst Leo hat nun einen Nachfolger gewählt, dessen öffentliches Profil in eine deutlich andere Richtung weist.
Warum?
Welche Botschaft soll der gläubige Katholik daraus mitnehmen?
In einem Moment, in dem Rom kompromisslose Entschlossenheit bei der Disziplinierung der Piusbruderschaft gezeigt hat, befördert es gleichzeitig einen Bischof, der öffentlich mit einigen der umstrittensten Elemente der deutschen Reformbewegung in Verbindung gebracht wird.
Ernennungen sind eines der wichtigsten Mittel, mit denen ein Papst regiert. Sie sind niemals bloß administrativer Natur. Sie offenbaren Prioritäten.
Die Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. waren nie so Not-wendig wie heute!!
In beiden benannten Aspekten, sowohl der ungerechten Behandlung der Priesterbruderschaft als auch die Ernennung von Bischof Würtz zeigt sich das wahre Gesicht von Prevost
Nach den Vorschusslorbeeren ist nun auch das Vertrauen in Papst Leo dahin. Die neuen Machthaber in der Kirche wollen eine andere Kirche — und schaffen diese Schritt für Schritt. Ich gehe da nicht mehr mit, mein Wohlwollen ist aufgebraucht. Diese "neue Kirche" steht auf der falschen Seite.