Argument von Robert Spaemann: Wenn Gott seinem Wesen nach Liebe ist, dann muss Liebe schon von Ewigkeit her als Beziehung verwirklicht sein. Die Trinitätslehre ist deshalb philosophisch plausibler als die Vorstellung eines monadischen, in sich beziehungslosen Gottes, weil sie Gott als Liebe in sich selbst denkt und nicht als ein Wesen, das erst durch die Schöpfung zu lieben beginnt (Gnosis).
Zitat Spaemann: „Die christliche Trinitätslehre vollendet den Begriff Gottes, indem sie Gott als allmächtige Liebe denkt. Und zwar wesenhaft in sich selbst Liebe, sodass er nicht einer Welt und des Menschen bedarf, um sein Wesen als Liebe zu verwirklichen.“
Das menschliche Ich wird erst dann geboren, wenn es sich gegenunter dem unbedingt-absoluten DU erkennt. "Der Mensch ist ein Tier, das sich für einen Menschen hält." "Der Tod Gottes wird auch den Tod des Menschen bedeuten." (GOMEZ DAVILA)