Bischöfe der FSSPX exkommuniziert – Geistliche als Schismatiker erklärt – Beichten ungültig
Das Dikasterium für die Glaubenslehre des Vatikans hat am 2. Juli ein Dekret erlassen, mit dem die sechs Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) exkommuniziert wurden.
Das Dekret warnt zudem Geistliche und Gläubige davor, sich dem Schisma der Bruderschaft anzuschließen, und erklärt, dass dies eine automatische Exkommunikation nach sich zieht.
In einer begleitenden Erläuterung heißt es, dass alle seit Papst Paul VI. unternommenen Versuche, die von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründete Bewegung mit der katholischen Kirche zu versöhnen, gescheitert seien.
Die jüngsten Bischofsweihen gegen den Willen von Papst Leo XIV., so heißt es, „stellten das Vergehen des Schismas dar, mit den daraus resultierenden kanonischen Konsequenzen für die beteiligten Geistlichen und gläubigen Laien.“
„Die Geistlichen, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. angehören, befinden sich im Schisma und müssen …

Damit ist eigentlich das wesentliche gesagt, Rückkehr-Ökumene, danke. Ein anderer Aspekt sei aber noch kurz angesprochen: Es ist die sehr ähnliche Situation wie 1988. Und wie damals wird es vielleicht einen beschränkten personellen Verlust geben, weil sich doch der eine oder andere Priester von den Maßnahmen Roms beeindrucken läßt. Leider, und zu seinem eigenen Schaden! Aber im großen und ganzen wird die Bruderschaft doch unbeschadet und im weiteren Verlauf sogar gestärkt aus diesem Konflikt hervorgehen. Sie ist ja so sichtbar vom Heiligen Geist geleitet! Die treu zur Tradition der Kirche stehenden Katholiken können darüber nur staunen und mit großer Freude und Dankbarkeit erfüllt sein.

Das sind die vier bemerkenswert jungen neuen Bischöfe der FSSPX
Pater Davide Pagliarani, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., hat heute die Namen der Priester bekannt gegeben, die am 1. Juli in Écône die Bischofsweihe empfangen werden.
Die Dossiers dieser Priester wurden an Leo XIV. geschickt.
Die vier Priester sind:
- Der Schweizer Pater Pascal Schreiber.
- Der amerikanische Pater Michael Goldade.
- Der französische Pater Michel Poinsinet de Sivry.
- Französischer Pater Marc Hanappier.
Pater Pascal Schreiber
Pater Pascal Schreiber, 53, wurde in eine katholische Familie mit fünf Kindern im Aargau, Schweiz, geboren. Nachdem er 1992 in das Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen eingetreten war und seine Studien in Écône fortgesetzt hatte, wurde er 1998 zum Priester geweiht. Nach seinem Dienst in Deutschland und der Westschweiz leitete er Schulen in Mels und Wil, bevor er in der Zentrale des Schweizer Distrikts in Rickenbach zunächst als Schatzmeister und später als Schweizer …

Für jeden Katholiken, der von Herzen wünscht, daß Rom wieder zur hl. katholischen Tradition zurückkehrt, ist dies eine mit tiefer Freude erfüllende Nachricht. Vier relativ junge Männer, die ihren starken Glauben durch ihre Bereitschaft, das schwere Bischofsamt zu übernehmen, unter Beweis gestellt haben, verschreiben sich damit auch dem oben genannten Ziel. Übrigens scheint die Leitung der Bruderschaft möglichst genau ihrem Vorbild Erzbischof Lefebvre folgen zu wollen. In beiden Fällen: Ort der Weihen, Econe; Zahl der zu weihenden Bischöfe, vier.

Kardinal Müller droht FSSPX mit der Hölle - "Bischofsweihen sind Todsünden"
Kardinal Gerhard Müller hat auf Herder.de (Zeitschrift Communio) seine Angriffe auf die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) wiederholt. Die wichtigsten Zitate, zur besseren Lesbarkeit gekürzt.
- Die FSSPX erhebt ihre Kritik an der Religionsfreiheit, der Ökumene und den interreligiösen Beziehungen zum Maßstab dessen, was katholisch ist, und verlangt, dass die Kirche zugibt, dass das Konzil fehlerhafte und zweideutige Lehren verbreitet hat.
- Bestimmte Formulierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils werden zweifelhaft interpretiert - zum Beispiel, dass Muslime und Juden den einen Gott mit uns anbeten; manche sehen darin einen religiös-historischen Relativismus. Die klassische katholische Lehre wird übersehen, dass die menschliche Vernunft in der Lage ist, die Existenz und Einheit Gottes zu erkennen.
- In Fragen der Lehre sind dies meiner Meinung nach Vorwände, um die volle Unterwerfung unter die Autorität …

Weshalb es notwendig ist, gegen bestimmte Konzilsbeschlüsse und damit auch gegen bestimmte päpstliche Anordnungen, die diesen Beschlüssen folgen, Widerstand zu leisten, hat Rückkehr-Ökumene klar dargelegt. Kardinal Müller will aber davon nichts wissen, sondern versteigt sich zu Behauptungen wie z.B. daß Nostra aetate inhaltlich dogmatischen Rang habe, oder daß die bei den bevorstehenden Bischofsweihen Beteiligten der Gnade Gottes verlustig gehen werden. Das ist natürlich theologisch-kirchenrechtlich gesehen Unsinn. Es ist offensichtlich, daß er hier die Gelegenheit sieht seinen persönlichen Animositäten gegen die Bruderschaft einmal mehr Ausdruck zu verleihen. Ohne Rücksicht darauf, ob das sachlich haltbar ist oder nicht.